Live on Stage: Annika Drazek!
Annikas Logbuch | Manchmal muss man sich durchbeißen!
Bevor wir den Erlebnis-Rundgang durch Gladbeck starten, hat mich die Zurheide Karriere-Redaktion nochmal geschnappt und mich auf ihre „Zurheide Karrierebühne“ geholt. Was wir dabei besprochen haben, findet ihr im nachfolgenden „Live on Stage“-Interview!
Live on Stage: Annika Drazek!
Das Ruhrgebiet ist nicht nur für seine Industriekultur bekannt, sondern auch für außergewöhnliche Sporttalente. Ein Ausnahmetalent ist Annika (26), die zu den besten Bob-Anschieberinnen der Welt gehört. Mit 19 Jahren wechselte die ehemalige Leichtathletin zum Bobfahren. Eine mit Erfolg gekrönte Entscheidung für die Gladbeckerin! Mit viel Fleiß, Motivation und Ausdauer erkämpfte sie sich einen Platz in der Nationalmannschaft. Zwei Weltmeistertitel, vier gewonnene Europameisterschaften und sieben Weltcup-Siege im Zweierbob sowie die Teilnahme an den Olympischen Winterspiele 2018 in PyeongChang stehen auf ihrer Liste. Aber damit nicht genug: Nicht nur sportlich ist sie auf der Erfolgsbahn unterwegs sondern auch bei der Bundespolizei, die ihr Arbeitgeber ist. Für Zurheide Feine Kost Gladbeck ist sie seit 2021 Botschafterin. Dabei setzt sie sich für eine gute Ernährung ebenso wie für den Branchennachwuchs ein. Heute holen wir Annika auf unsere Zurheide-Karrierebühne „Live on Stage!“ In unserem exklusiven Interview gewährt sie uns u. a. einen Blick in ihren Alltag, verrät uns ihre Lieblingsspeise und mit wem sie gerne einmal trainieren möchte.
Redaktion Zurheide Karriere: Hi Annika! Danke, dass du kurz aus deinem Bob gestiegen bist, um mit uns ein Interview zu führen!
Was muss man für eine Karriere im Leistungssport mitbringen?
Freude, Disziplin und Selbstorganisation sind das A und O. Und Gesundheit. Man muss sich jeden Tag aufs Neue motivieren. Manchmal hat man keine Lust, aber dann muss man sich trotzdem durchbeißen. Genau das macht eine gute Leistungssportlerin aus.
Wie bist du zum Leistungssport gekommen und was bedeutet das für deinen Berufsweg?
Ich bin in der Saison 2014/15 von der Leichtathletik gewechselt. Da das Bobfahren viele Reisen erfordert, gerade im Winter, bleiben wir meist eine Woche an einem Ort. Wenn wir nach Übersee reisen, müssen wir früher anreisen, um den Jetlag und die Zeitanpassung zu überwinden. Im Winter sind wir fast gar nicht zuhause. Da ist ein verständnisvoller Arbeitgeber wichtig und so bin ich zur Spitzensportlerförderung der Bundespolizei gekommen. Dort war ich während der vierjährigen Ausbildung in Bad Endorf über den gesamten Winter freigestellt. Jetzt bin ich Polizeimeisterin und kann mich komplett meiner Passion Bobfahren widmen. Meine Arbeit besteht also aus Training und Wettkämpfen. Es ist schließlich kein Sport, mit dem man reich werden kann. Da braucht es einen guten Arbeitgeber, der dir eine sichere Zukunftsperspektive bieten kann. Ich bin sehr froh, dass ich diesen gefunden habe.
Wie sieht dein Alltag aus?
Mein Alltag im Frühjahr und Sommer sieht folgendermaßen aus: Ich stehe morgens auf und frühstücke relativ entspannt, mindestens zwei Stunden vor dem Training. Dann gehe ich zum Training, gefolgt von einer kurzen Pause und einer weiteren Einheit am Nachmittag. Am Abend komme ich nach Hause, esse was und mache etwas zum Regenerieren. Zwischendurch in der Woche gehe ich zur Physio- oder Osteopathie. Die Nach- und Vorbereitung des Körpers ist enorm wichtig. Dann versucht man noch Freunde und Familie irgendwie mit unterzubekommen. Aber meistens fällt man abends nur noch müde ins Bett. Im Winter ist das bei uns nochmal ganz anders: Nach dem Aufstehen ist alles perfekt durchgeplant. Wir haben täglich eine Bahn- und eine Athletik-Trainingseinheit. Dazu sind wir verantwortlich für das Material wie Schlitten und Kufen vor- sowie nachzubereiten. Zwischendrin Frühstück, Mittag- und Abendessen. Da bleibt nicht mehr viel Zeit für das Privatleben.
Was war das emotionalste Erlebnis deiner Karriere?
Der Einmarsch ins Stadion bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang 2018 (Südkorea) war unvergesslich, da bekommt man einfach Gänsehaut. Ebenso meine Weltmeistertitel. Es gab so viele schöne Momente. Beim Bobfahren sind wir wie eine Familie. Wenn man mit dem Team etwas einfährt, ist das ein unschlagbares Gefühl. Oft neigt der Mensch dazu, sich eher schlechte Momente einzuprägen, aber das ist die falsche Herangehensweise. Allein die Nominierung zu den Olympischen Winterspielen war schon ein richtiges Glücksgefühl. Im Alter von acht Jahren habe ich der WAZ ein Interview gegeben, bei dem ich bereits ankündigte die Olympischen Spiele sollen es einmal sein – und 2018 habe ich mir den Wunsch tatsächlich erfüllt. Wie lange ich dafür gearbeitet habe, ist unfassbar. Ich habe das erst richtig verstanden, als die Olympischen Spiele vorbei waren und ich wieder zuhause war.
Mit wem würdest du gerne zusammen trainieren?
Mit Angelique Kerber! Ich spiele zwar kein Tennis, würde sie aber gerne kennenlernen.
Und mit wem würdest du gerne kochen?
Als Koch fällt mir Tim Mälzer ein. Ich finde seine Art einfach super – und wie er sich in „Kitchen impossible“ immer aufregt.
Was ist dein Lieblingsgericht bzw. was kochst du am liebsten?
Lasagne und Spaghetti Bolognese sind meine Leibspeisen. Wenn ich lange unterwegs oder weit weg von zuhause bin, muss ich immer mal wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht werden und dann denke ich mir, Spaghetti Bolognese würde mir jetzt guttun. Ich probiere zwar auch alles vor Ort aus, egal wo ich bin, aber das ist einfach etwas, was ich immer und überall auf der Welt essen kann.
Hast du einen Ernährungsplan oder einen Ernährungscoach?
Ich habe ein Sponsorship von AMSPORT als Nahrungsergänzungsmittelhersteller und bin auch in ihrer Ernährungsberatung. Aber ich habe schon ein gutes Gefühl dafür, was ich essen sollte und was nicht. So koche ich beispielsweise immer ohne raffinierten Zucker, darauf achte ich besonders. Ich nasche auch ganz gerne, aber das geht auch gesund. Ich versuche, alles so professionell wie möglich zu gestalten.
Wenn du ein Lebensmittel oder Gericht wärst, was wärst du?
Ich wäre ein Schokoladensoufflé mit Mango-Sorbet.
Was gefällt dir besonders gut am Zurheide Feine Kost-Konzept?
Die Frische der Produkte. Ich gehe gerne dort einkaufen, weil ich einfach alles finde von frischem Obst und Gemüse bis zur Sushi-Theke. Ob Fisch, Fleisch oder Käse, da ist Edeka Zurheide einfach unschlagbar. Aber leider durfte ich die Patisserie noch nicht kennenlernen.
Anmerkung der Zurheide Redaktion: Ein süßes Arbeitstreffen mit Annika in der Zurheide Pâtisserie wird selbstverständlich noch nachgeholt!
Copyright: Fotos | 80 GRAD / Dirk Jürgensen, Düsseldorf